Beitragsbild Wie gestalte ich Installationen effizienter?

So sparen Sie Kosten bei der Installation von Maschinen und Anlagen!

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Häufig werden Installationen nicht als After-Sales-Service wahrgenommen. Das führt dazu, dass diese nicht besonders effizient durchgeführt werden. Durch eine strategische Umsetzung können Unternehmen hier viel Kosten einsparen.

Die im Folgenden genannten Regeln sind bei weitem nicht alles, was man tun kann, um Installationen kosteneffizienter für die eigene Serviceabteilung zu gestalten. Erfahrene Service Manager kennen eine Vielzahl an Tricks und Kniffen, durch die bei Installationen richtig Geld gespart werden kann. Die hier genannten Punkte bilden einen guten Startpunkt, um in diesem Bereich etwas zielstrebiger zu werden.

Welche Techniker setze ich für Installationen ein?

Wenn der Terminkalender bezogen auf das Personal etwas Spielraum einräumt, sollten Sie darauf achten, nicht die jüngsten Servicetechniker zum Einsatz zu schicken. Um unerfahrenen Technikern eine Möglichkeit zu bieten, sicherer in ihrer Tätigkeit zu werden, bieten sich vor allem Wartungseinsätze an. Diese sind die einfachste maschinenbezogene Tätigkeit im technischen Kundendienst. Hier kann auch am wenigsten schiefgehen. Das ist super für Einsteiger.

Gleichzeitig müssen Sie auch nicht unbedingt Ihre erfahrensten Veteranen mit Installationstätigkeiten beauftragen. Ihre Bestperformer können Sie vorzugsweise bei komplexen Reparatureinsätzen verwenden, da Reparaturen am kompliziertesten sind und weit mehr Fachwissen benötigen als relativ standardisierte Installationen oder komplett planbare Wartungen. Bei Reparaturen müssen in der Regel komplexe Fehleranalysen durchgeführt werden. Dabei sollte sich ein Techniker fast genauso gut auskennen wie der Entwickler der Maschine.

ideale Einsatzbereiche für Servicetechniker mit unterschiedlichen Erfahrungsgraden

Installationen können kompliziert werden, wenn bei der Inbetriebnahme etwas nicht funktioniert und Fehler gesucht werden müssen. Sie liegen bezüglich des Schwierigkeitsgrades allerdings meist im Mittelfeld. Meistens geht es hier um Tätigkeiten wie das Beheben von Transportschäden oder das Checken von Verkabelungen.

Deshalb sollten Sie am besten Ihre Servicetechniker mit mittlerer Erfahrung und Leistung einsetzen. Diese bieten Ihnen die beste Kosteneffizienz, da Sie schnell sind, kleinere Schwierigkeiten problemlos in den Griff bekommen, aber eben nicht die höchsten Gehaltsstufen in Ihrer Organisation besetzen. Perfekt, um bei Installationen im Rahmen der geplanten Budgets zu bleiben und gleichzeitig zufriedenstellende Arbeit abzuliefern.

Nutzen Sie Fremdpersonal für einfache Arbeiten!

Nicht alle Tätigkeiten, die rund um Installationen stattfinden, sind technisch anspruchsvoll. Für diese muss deshalb auch kein technisches Fachpersonal verwendet werden. Auf diese Weise können Sie sehr viel an teuren eigenen Kapazitäten sparen. Legen Sie zuvor fest, welche Arbeiten von fachfremden, geringer qualifizierten Arbeitern ausgeführt werden können und kaufen Sie dann dementsprechend externes Personal gegebenenfalls über einen Subunternehmer ein. Hierfür bieten sich bspw. oft mechanische Tätigkeiten an. Dadurch müssen Sie auch nicht so viele der eigenen Mitarbeiter mit einfachen Tätigkeiten binden.

Bestimmen Sie vorab ein zu fertigendes Zielstück mit dem Kunden!

Legen Sie mit dem Kunden vor Beginn der Installation fest, wie das gefertigte Zielstück am Ende aussehen soll und welche Anforderungen es erfüllen muss. Ansonsten neigen Kunden dazu, während des Prozesses immer neue Wünsche und Ansprüche zu entwickeln, die Ihre Mitarbeiter häufig unentgeltlich und zusätzlich erfüllen müssen.

Auch ein Problem sind Kunden, die nicht genau wissen, was sie wollen und sich in entscheidenden Fragen mehrmals umentscheiden. Auch das wirkt sich nicht positiv auf die Geschwindigkeit aus, mit der ein solcher Einsatz abgeschlossen werden kann. Die Durchführung einer Installation sollte straff organisiert werden.

Legen Sie feste Zielzeiten für die Durchführung der Installation fest!

Sie sollten Ihren Servicetechnikern immer einen zeitlichen Rahmen abstecken, den sie für die Durchführung des Auftrags nutzen können. Es liegt in der Natur der Sache, dass ohne Deadline und klare Zielvorgaben nichts fertig wird. Natürlich kann auch immer Unvorhergesehenes passieren, was den Ablauf des Auftrages verzögert. Das entbindet jedoch nicht von der generellen Notwendigkeit einen Plan zu erstellen. Bei Schwierigkeiten muss dieser eventuell einfach angepasst werden.

Dabei sollten Sie nicht nur eine Höchstanzahl Stunden für die gesamte Fertigstellung der Installation festlegen. Am besten Sie zerteilen den Auftrag in kleinere Teilbereiche und legen ein Zeitbudget für jedes Einzelne fest (Zum Beispiel 4h für das Einbringen der Maschine und weitere 8h für das exakte Positionieren und Nivellieren der Maschinen usw.). Auf diese Weise kann der Fortschritt der Arbeiten zu jeder Zeit nachverfolgt werden und alle Beteiligten wissen, wie gut sie in der Zeit liegen.

Halten Sie Zielvorgaben in Bezug auf die Installationszeit im Lastenheft der Anlage fest!

Maschinen werden ständig auf Zieldimensionen wie höhere Produktivität und Verfügbarkeit entwickelt. Viel seltener wird dabei bedacht, dass sich auch die benötigte Installationszeit von Generation zu Generation verbessern sollte. Nach dem Abschluss eines Installationsauftrages wissen Sie ja bereits, wie lange Sie gebraucht haben und in welcher Zeit die Durchführung möglich wäre, wenn die folgende Maschinengeneration an der einen oder anderen Stelle etwas anders ausgelegt werden würde (Stichwort: Design for Service).

Überlegen Sie sich, welches Potenzial hier in Bezug auf die benötigten Arbeitsstunden gegeben ist und notieren Sie die Vorgaben und Anforderungen in das Lastenheft der Folgemaschine. Ansonsten wird dieser Punkt beim Design der nächsten Generation leider viel zu häufig vernachlässigt.

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